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Der Gasthof Sternen - eine Traditionsreiche Geschichte



Gründung
Im Jahre 1892 entschloss sich der damalige Oberkellner des bekannten GrandHotels Rigi Kulm, der Wangser Franz Schlegel, zusammen mit seiner Frau Maria, geborene Rohner, im Wangser Unterdorf, an der Verbindungsstrasse zwischen Mels und Wangs, den Gasthof Sternen zu erbauen. Der weitsichtige Erbauer erstellte gleichzeitig einen Saal, der für das Dorf Wangs eine enorme Bedeutung haben sollte.


Inserat im Sarganserländer 1892


Im Saal wurden bereits zu damaliger Zeit die unterschiedlichsten Veranstaltungen organisiert. Seit dem Jahre 1894 wird im Saal mit grossem erfolg das Wangser- Theater aufgeführt.

Im Jahre 1920 verkaufte Franz Schlegel das Gasthaus an einen Wangser, der im Ausland Karriere gemacht hatte: Josef Grünenfelder-Kalberer war auf diversen Luxusschiffen als Chefkoch tätig.


Erster Telefonanschluss in Wangs
Übernommen wurde von Josef Grünenfelder-Kalberer auch die im Jahre 1894 installierte Telefonanlage. Der Sternen ist damit nachweislich das erste Haus in Wangs, das eine eigene (öffentliche) Telefonanlage besessen hat.

1937: "Ära Kalberer" beginnt
Im Jahre 1932 verstarb Josef Grünenfelder, und seine Frau Emilie, geborene Kalberer - sie war eine Grosstante des heutigen Besitzers Eugen Kalberer jun. - führte das Haus weiter.

Einem Kaufbrief kann entnommen werden, dass Emilie Grünenfelder-Kalberer das Haus am 23. Oktober 1937 für Fr. 48000.- an ihren Neffen Eugen Kalberer, der damals als Landwirt tätig war, verkaufte.

Einen Meilenstein in der Geschichte des Hauses dürfte die Familie Kalberer im Jahre 1957 gesetzt haben: Dazumal wurde nach Plänen des Sarganser Architekten Adolf Urfer das Restaurant umgebaut und gleichzeitig auch vergrössert.

1961 heiratete Sternenwirt Eugen Kalberer mit Berta Kalberer von Fontanix.

1968/69 baute man nach Plänen des Melser Architekten Ackermann und Filippi den Saal neu. Dies zum Wohle der Theatergesellschaft, aller Dorfvereine und des gesamten Dorfes. Die erste Bürger-Versammlung der Politischen Gemeinde Vilters, im Sternen-Saal, wurde 1970 abgehalten.

Gleichzeitig mit dem Saalneubau ist im Jahre 1969 auch eine Kegelbahn mit zwei Bahnen gebaut worden.


Von Eugen sen. zu Eugen jun.
Im Jahre 1976 übernahm Eugen Kalberer jun. das Gasthaus. Eugen Kalberer jun., 1947 in Wangs geboren und im Gasthaus zum Sternen aufgewachsen, erlernte das Kochhandwerk im Posthotel in St. Moritz.

Bereits im Jahre 1982, also nur sechs Jahre nach der Übergabe von Vater an den Sohn erfuhr der Sternen eine umfangreiche Neugestaltung. Im selben Jahr verstarb Eugen Kalberer sen.

Bisher letzte Phase der Neugestaltung des Sternens bildete die Erneuerung der Zimmer, der Fassaden und der WC-Anlagen.

Der heutige Sternen umfasst ein Restaurant mit 40 Sitzplätzen, ein Stübli mit 30 Sitzplätzen, ein Sitzungszimmer mit 16 Sitzplätzen, einen Garten mit 35 Sitzplätzen, einen grossen und einen kleinen Saal mit gesamthaft 500 Sitzplätzen, eine Doppelkegelbahn, Doppel- und Einzelzimmer sowie 80 Parkplätze und sieben Garagen.